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Brillenträger des Jahres

Interview mit Stefanie Heinzmann

  1. Stefanie, seit wann bist du Brillenträgerin?
    Ich glaube seit der ersten Klasse. So wie viele andere Kinder auch habe ich erst beim Lesen von der Tafel bemerkt, dass ich nicht gut sehen kann.

  2. Warst du damals skeptisch oder wolltest
    du eine Brille haben?

    Ich kann mich noch genau erinnern. An dem Tag musste ich erst zum Zahnarzt und dann zum Augenoptiker. Und ich hatte solche Angst vor dem Zahnarzttermin. Aber meine Mama konnte mich damit trösten, dass ich gleich eine Brille bekäme. Denn darauf habe ich mich total gefreut.

  3. Welches Brillenmodell trägst du derzeit?
    Das ist eine Marcus Marienfeld Brille. Marcus Marienfeld ist ein deutscher Brillendesigner, der jedoch in Wallis in der Schweiz wohnt und dort seine Brillen designt. Und dieses Modell heißt tatsächlich „Stefanie“. Was mich voll freut.

  4. Hast du mehrere Brillen?
    Eigentlich nicht so richtig. Ich habe jetzt dieses Marcus Marienfeld Modell. Und habe auch noch meine alte Brille, die eigentlich auch recht ähnlich aussieht. Da ich weiß, dass ich ein ziemlicher Tollpatsch bin, habe ich diese immer als Ersatz dabei, falls etwas mit meiner Brille passieren sollte.

  5. Bühne und Brille – war das je ein Gegensatz für dich?
    Nein, nie. Als ich früher noch mit meiner Band „Big Fish“ unterwegs war, habe ich manchmal für Gigs Kontaktlinsen getragen, aber eher, wenn wir nachmittags gespielt haben, schönes Wetter war und ich einfach eine Sonnenbrille aufsetzen wollte. Und das ist eigentlich auch der einzige Grund, warum ich ab und zu Kontaktlinsen benutzte, um dann eben eine Sonnenbrille zu tragen.

  6. Wurdest du schon mal auf deine Brille angesprochen
    – z.B. von deinen Fans?

    Ja, ich werde ständig darauf angesprochen. Vor allem warum ich sie trage. Und warum ich keine Kontaktlinsen trage. Ja, ich werde schon ziemlich oft auf die Brille angesprochen und finde das auch in Ordnung. Ich trage sie halt, weil ich sonst nichts sehe (lacht).

  7. Die Brille, die du trägst, passt super zu dir und deinem Style. Ist für dich die Brille auch Accessoire?
    Ich trage die Brille auch, weil sie mir gefällt. Und ich finde einfach, dass meine Brille zu mir passt. Wenn ich meine Brillenfassungen durchgehe, die ich in der Vergangenheit hatte, da sind ganz viele schlimme Missgeschicke dabei (lacht), z.B. eine Fassung mit Leopardenmuster. Heute mag ich schwarze Accessoires sehr gern. So ist meine Brillenfassung wie auch mein Schmuck eben schwarz. Damit fühle ich mich einfach am wohlsten.

  8. Stefanie, du bist eine der wenigen jungen Frauen im deutschen Showbusiness, die offensiv zu ihrem Look mit Brille stehen, und betonst zudem klar, dass du dich nicht verbiegen lässt. Woher nimmst du dieses Selbstbewusstsein?
    Das weiß ich gar nicht (lacht). Ich weiß auch nicht, ob man das wirklich Selbstbewusstsein nennen kann. Ich war vor 1 ½ Jahren, als diese Castingshow war, noch sehr schüchtern, aber vom Style her wie heute. Wenn es um einen Auftritt ging, waren mein Outfit und meine Brille aber nie Diskussionsthema. Auch mein Make-up war immer dezent. Ich kann nur vor Leute treten, wenn ich mich wohl fühle und weiß, dass das ich bin. Ich glaube, wenn das nicht so wäre, könnte ich mich gar nicht vor Leute stellen. Dann würde ich eher irgendwo im Erdboden versinken.

  9. Kannst du das Verhältnis zu deiner Brille beschreiben?
    Ich merke immer, wenn ich Kontaktlinsen trage, dass ich mich dann total nackt fühle. Ich merke schon, dass die Brille einfach total zu mir gehört. Sie ist morgens das Erste, was ich anziehe, und abends das Letzte, was wegkommt. Manchmal vergesse ich sie auch wegzulegen (lacht).

  10. Hattest du ein besonders schönes Erlebnis mit
    deiner Brille?

    Was vielleicht lustig ist – mein Bruder lacht mich hier zumindest immer aus: Ich schlafe ja überall und immer. Und dann halte ich meine Brille dabei immer so ganz vorsichtig in der Hand (schließt die Hand ganz sanft). Seitdem er auch eine Brille hat, macht er das immer nach. Und nennt das die „Stefanie-Krankheit“ (lacht).

  11. Nach deinen Wünschen für die Zukunft muss ich dich wahrscheinlich nicht fragen?
    Das Nächste, was ich mir wünsche, ist einfach, dass mein neues Album, das im September rauskommt, einfach gut ankommt und dass wir dann eine schöne Tour spielen dürfen.

Liebe Stefanie, vielen Dank für das Interview. Wir wünschen dir eine erfolgreiche Zeit als Brillenträgerin des Jahres 2009. Viel Erfolg für dein neues Album und deine Tour.

Das Interview führte Kerstin Kruschinski.


         
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