Pressemitteilung

UV-Schutz in der kalten Jahreszeit: Kein Auge zudrücken!

Schutz gegen UV-Licht in der kalten Jahreszeit (UV-Strahlen)
Bild: Rodenstock GmbH

Nur wenige wissen, dass es die Sonne auch in den Herbst- und Wintermonaten in sich hat. Dabei genügen wenige Minuten UV-Strahlung, um dauerhafte Sehdefizite auszulösen. Später können Grauer Star und Netzhautschäden die Folge sein.  Besonders gefährdet sind Kinder, Menschen ab 40 und Helläugige. Eine Sonnenbrille mit guten Gläsern und spezieller Beschichtung ist daher ein gesundheitliches Muss!

Je höher der Berg, desto stärker die UV-Strahlung

Schon im Flachland und bei Bewölkung ist die gesundheitsgefährdende UV-Strahlung vorhanden. Kleine Wasserpartikel im Herbstnebel verstärken sie zusätzlich. Noch intensiver ist die Belastung in dünner Bergluft. Pro 1000 Höhenmeter steigt die Lichtintensität um rund 20 Prozent. Das bedeutet Gefahr für ungeschützte Augen. Treffen UV-Strahlen zu lange oder mit zu hoher Intensität auf das Auge, bekommt die Hornhaut einen Sonnenbrand. Bei dieser, als Schneeblindheit bekannten Photokeratitis, sterben Zellen ab. Das kann ziemlich schmerzhaft sein.

Netzhautschädigungen, Makuladegeneration und Grauem Star vorbeugen

Während die Beschwerden der Schneeblindheit schnell abklingen, sind sie dauerhaften Schäden durch UV-Strahlung weit dramatischer: Krankheiten wie der Graue Star mit 17 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr und Makuladegeneration, das sind Netzhautschädigungen, werden zum wesentlichen Teil von UV-Licht ausgelöst. Forschungen der Ludwig-Maximilians-Universität München belegen, dass diese Krankheiten irreparabel sind. Prävention durch eine gut funktionierende Sonnenbrille ist das A und O.

Auge ist nicht gleich Auge - das gilt auch für UV-Licht

Besonders sensibel reagieren helle Augen. Sie erkranken zehnmal häufiger an Makuladegeneration als dunkle. „Je weniger Pigmente die Iris aufweist, desto ungehinderter kann die Strahlung bis ins hintere Auge vordringen und dort zu Schäden führen“, erklärt Professor Michael Ulbig, Oberarzt für Augenheilkunde am Klinikum rechts der Isar. Regelmäßige Sehtests helfen, Risiken richtig einzuschätzen.

Auch Kinderaugen sind sehr empfindlich. Sie haben weniger Pigmente - die Linsen sind noch klar. Deshalb treffen bei Einjährigen bis zu 90 Prozent der Strahlen auf die Netzhaut. Erst mit 18-20 Jahren absorbiert die Linse effektiv.

Ab dem vierzigsten Lebensjahr nimmt der natürliche Lichtschutz der Netzhaut ab: Die Konzentration der schützenden, gelben Farbstoffe Lutein und Zeaxanthin sinkt. Deshalb werden die Augen blendempfindlicher und benötigen mehr Schutz als in den Jahren zuvor.

Im Herbst gut abgeblendet – polarisierende Gläser schützen

Tiefstehende Sonne, Nässe und vereiste Straßen fordern die Augen im Herbst und Winter. Das Sehen wird stressfreier, wenn die Reflexionen spiegelnder Oberflächen gefiltert werden. Polarisierende Gläser blockieren diese Lichtwellen. Den Unterschied können Optiker an einem Gerät demonstrieren. Meist lohnt auch die Investition in entspiegelte Glasrückseiten. Sie verhindern, dass Reflexionen vom Glas ins Auge gelangen. Das können bis zu 50 Prozent der Gesamtbelastung sein.

Merkmal einer qualitativ hochwertigen Sonnenbrille ist das CE-Zeichen. Es garantiert die Einhaltung der europäischen Schutzanforderungen. Auf der ganz sicheren UV-Schutz-Seite ist, wer Gläser nutzt, die UV-Strahlen bis 400 nm filtern. Aus der Filterkategorie schließlich lassen sich Blendschutz und Tönungsgrad  ablesen. Für herbstliche Bergtouren ist eine Tönung von 82-92 Prozent, Kategorie 3, zu empfehlen. Für Schnee- und Gletschergebiete sind Gläser mit  92-97 Prozent Tönung, Kategorie 4, ideal. Diese Gläser sind allerdings für den Straßenverkehr zu dunkel und deshalb hier nicht zugelassen.

Richtig hingucken: Sieben  Sonnenbrillen-Tipps

1. Hat die Brille einen UV-Filter?
Die Filterung ist nicht an der Tönung  zu erkennen. Sie findet im Glas statt. Auch farblose Gläser können optimal schützen. Wer sicher gehen will, lässt die Brille vom Fachmann prüfen.

2. Was bewirken polarisierende Gläser in der Brille?
Sie schützen die Netzhaut, weil sie schräge Reflexionen spiegelnder Flächen vermindern.

3. Sitzt das Brillengestell?
Studien zeigen, dass seitlich noch bis zu 40 Prozent ungefiltertes Licht in die Augen gelangen kann. Fatal, da sich die Pupillen hinter der Brille durch die Dunkelheit öffnen. Das sind bis zu 0,5 mm zusätzlich. Im Schnee und im Gebirge sind deshalb Sonnenbrillen mit Seitenschutz zu bevorzugen.

4. Ist die Brille versiegelt?
Der Sehkomfort wird deutlich höher, wenn Schmutz, Wasser und Dampf die Gläser kalt lässt. Antibeschlag- und Antistatikvarianten sind bei Nässe und Temperaturschwankungen eine Überlegung wert.

5. Passen die Brillengläser richtig?
Die Gläser sollten die Fläche zwischen Augenbrauen und Jochbein einnehmen. Dann sind sie groß genug, um die seitliche UV-Strahlung abzufangen, aber das Gesicht nicht berühren.

6. Wie ist die Brille verarbeitet?
Wölben oder verzerren sich gerade Linien durch die Gläser, ist die Qualität mangelhaft. Schnelltest: In
50 cm Entfernung die Brille hin- und her bewegen, währenddessen eine Achse im Hintergrund fixieren. Diese darf sich nicht verändern.

7. Welche Vorteile haben Wechselscheibenbrillen?
Bei vielen Sportbrillen lassen sich, je nach Wetterlage, hellere gegen dunklere Gläser tauschen. Manche sogar über Magnetsysteme, ohne dass die Brille abgenommen werden muss. Auch Fehlsichtige müssen auf nichts verzichten, denn alle Sonnenbrillen können mit den passenden Korrektionsgläsern ausgerüstet werden.


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    UV-Strahlen werden durch Nebel und Sand noch verstärkt. Sonnenbrillen bieten ausreichend Schutz vor Folgeerkrankungen.Frau mit Sonnenbrille fühlt sich wohl am Strand
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