Vergrößernde Sehhilfen

Für den Alltag und das Hobby:
Lupen, Lesegläser, elektronische
Lesegräte und mehr …

Zwar kann kaum ein Vergrößerungsgerät alle Probleme auf einmal lösen. Doch spezialisierte Augenoptiker bieten viele Sehhilfen an, die auf individuelle Anforderungen und spezielle Alltagssituationen abgestimmt sind. Hier eine kleine Auswahl der Möglichkeiten:

Es gibt viele alltägliche Gelegenheiten, bei denen eine Lupe als Zusatz zur Brille Vorteile bringt, oft auch in Ergänzung zur Lesebrille: Telefonbücher zu lesen, Fotos anzuschauen, Kontoauszüge oder Medikamenten-Beipack-Zettel  lesen, oder auch Fingernägel zu feilen und zu lackieren!

Die Palette der Leselupen umfasst unterschiedlichste Größen, Stärken und Formen. Im ultraflachen Scheckkartenformat mit und ohne Leuchte passen sie in jede Hemdtasche und machen selbst Mini-Schriften auf Kontoauszügen oder Preisetiketten wieder lesbar.

 

Viele Lupen sind für bestimmte Tätigkeiten entwickelt, zum Beispiel auch zum Kreuzworträtseln. Die Leuchtlupe vergrößert das Kleingedruckte in den Kästchen um ein vielfaches. Die integrierte Beleuchtung sorgt gelichzeitig für eine sehr gute Lichtsituation. Durch den großen Abstand der Linse zur Auflagefläche sich sehr gut unter der Linse schreiben - und das nicht nur bei diesem Hobby.

 

Umhängelupen bieten sich für besonders knifflige Aufgaben und überall dort, wo beidhändiges, freies Arbeiten erforderlich ist: in 2-facher Vergrößerung oder variierbar mit 4-facher Vergrößerung. Auch sie gibt es in verschiedensten Ausführungen bis hin zum dekorativen Anhänger an einer Kette.

 

Standlupen haben den Vorteil, dass sie den Händen Freiheit für andre Tätigkeiten verschaffen und, wie der Name schon sagt, standfest und wackelfrei das Bild wiedergeben, was unter der Lupe liegt. Kleine mobile Varianten, liegen bei Bedarf prima aber auch mal prima in der Hand und verwandeln sich erst durch  aufklappen bzw. Verdrehen der Griffenden: ein gute Einsatz als Taschenlupe, in der Stehfunktion für Maniküre oder Philatelie.

 

Vorsetzlupen lassen sich für den Freizeit- und Bastelbereich ebenso wie bei der Arbeit einfach auf die Fassung der Fernbrille aufstecken. So bleiben zum Arbeiten beide Hände frei. Sie bieten auch bei hoher Vergrößerung einen  komfortablen Arbeitsabstand und ein uneingeschränkte Gesichtsfeld. Vorsatzlupen gibt es in verschiedenen Ausführungen: Für nur ein Auge oder auch für beide. Mit einer speziellen Fassung sind sie auch für Nicht-Brillenträger geeignet. Die Linsenteile  sind bei allen Modellen austauschbar.

Mini-Lesebrillen sind besonders klein, superleicht, handlich und sehen aus wie High-Tech-Produkte. Sie sind der ideale Begleiter zu Hause oder unterwegs, zum kurzzeitigen Lesen sowie zum Erkennen von Handytastaturen und Kameradisplays oder zum Abzählen des Wechselgeldes beim Einkauf.

 

Vergrößernde Lesebrillen sind bestens geeignet, wenn keine Lupe gewünscht ist. Durch ein neues, verbessertes Produktionsverfahren sind diese Hochleistungsgläser kaum noch von „gewöhnlichen“ zu unterscheiden, schaffen aber eine bis zum 2,50-fachen Vergrößerung. Ideal auch für die Nahkorrektion nur eines Auges z.B. bei Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, diabetischer Retinopathie oder Glaukom, aber auch für beide Augen einsetzbar. Durch die Halbbrillenform ist die Orientierung im Raum über die Gläser hinweg möglich.

 

Fernrohrbrillen: Menschen mit fortgeschrittenen Sehschädigungen stehen noch um einiges stärkere Helfer zur Seite, beispielsweise Fernrohrbrillen. Sie bestehen aus einem Glas, in das ein kleines, hochleistungsfähiges Fernrohr integriert ist. Es ermöglicht auch bei sehr schlechter Sehkraft ein Sehen in die Ferne. Durch Aufstecken einer kleinen Lupe lässt sie sich auch für die Nahsicht verwenden. Fernrohrbrillen sind nicht unbedingt dezent, bieten dafür aber ein sehr gutes Bild. Sie sind für Menschen mit stark beeinträchtigter Sehfähigkeit oft die einzige Möglichkeit, ihr Sehen zu verbessern.

Elektronische Sehhilfen sind die beste Unterstützung, wenn das Sehfeld einer Leuchtlupe nicht mehr ausreicht, vorzugsweise für Anwender mit einer Sehschärfe von 0,1 aufwärts. Sie ist optische Lupe und elektronisches Lesegerät in einem und verfügt über ein großes Sehfeld für flüssiges Lesen.  Die Geräte funktionieren wie eine normale Leselupe, sind aber zusätzlich mit einem Fernseher oder Monitor gekoppelt. Auf dem Bildschirm wird das Bild unter der Lupe dann in starker Vergrößerung anzeigt. So können Sehgeschädigte selbst Kleingedrucktes komfortabel vom Bildschirm ablesen. Fotos anschauen, Bücher, Zeitschriften oder Briefe lesen wird wieder möglich. Und keine Angst vor der Technik, sie sind kinderleicht an TV-Geräte anschließbar und sehr gut für technische Laien geeignet.

Kantenfilterbrillen und – aufsätze
Kantenfilterbrillen werden bei erhöhter Blendempfindlichkeit - bei Bedarf auch über normalen Brillen - getragen, um die Blendung zu reduzieren. Es gibt sie auch zur zusätzlichen Verstärkung von Kontrasten. Kantenfilter absorbieren Teile des sichtbaren Lichts, die sich negativ auf die Sehleistung auswirken. Sie werden in verschiedenen Abstufungen angeboten. Durch den abgedunkelten oberen Rand verhindert sie, dass störendes Streulicht von oben zum Auge vordringen kann. Unterstützt wird dies zusätzlich durch die breit angesetzten seitlichen Bügel mit integrierten Filtern. Kantenfilterbrillen- oder –Aufsätze werden häufig bei Augenkrankheiten wie Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, Albinismus, Glaukom, Katarakt, Optikusatrophie eingesetzt.

 

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