Welche Kontaktlinsen eignen sich bei trockenen Augen?
Welche Kontaktlinsen für trockene Augen geeeignet sind entscheiden die Kontaktlinsenanpasser*innen nach ausführlicher Anamnese, Analyse des Tränenfilms, der physiologischen Gegebenheiten am Auge, der Fehlsichtigkeit und der Tragegewohnheiten. Formstabile Kontaktlinsen und weiche Linsen können unter Umständen für leicht trockene Augen geeignet sein und manchmal auch die Symptome lindern.
Ein Vorteil von formstabilen Kontaktlinsen: Benetzungstropfen werden nicht wie oft bei weichen Linsen wie ein Schwamm aufgesaugt.
Weiche Kontaktlinsen haben generell einen höheren Wasseranteil als formstabile Linsen, Hydrogel-Linsen mehr noch als solche aus Silikon-Hydrogel. Wer unter trockenen Augen leidet, aber formstabile Kontaktlinsen nicht verträgt, sollte deshalb weiche Kontaktlinsen ausprobieren. Die Kontaktlinsenanpasser*innen können hier passende Linsenmaterialien empfehlen und auch kontrollieren, ob diese weichen Kontaktlinsen auf Dauer für das Auge verträglich sind.
Die passende weiche Linse muss dabei nicht immer zwingend aus hoch-sauerstoffdurchlässigem Silikon-Hydrogel-Material sein. Manchmal ist auch eine hoch-wasserhaltige Hydrogel-Kontaktlinse eine Lösung.
Sind die Augen für das ständige Tragen von Kontaktlinsen eigentlich zu trocken, muss man nicht unbedingt ganz auf Kontaktlinsen verzichten. Für das gelegentliche Tragen, zum Beispiel für den Sport oder der Besuch im Kino, sind Tageslinsen meist sehr gut geeignet.
Wen man tagsüber keine Brille tragen möchte oder kann, die Augen für normale weiche oder formstabile Linsen aber zu trocken sind, können Nachtlinsen eine gute Alternative darstellen. Diese sind aber nicht für alle Arten von Fehlsichtigen geeignet (siehe Ortho-K Linsen).