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Sehtests

Sehtest für den Führerschein: Ablauf, Kosten & Anforderungen

Sehtest als Voraussetzung für den Führerschein | Bildquelle: © miniseries / istockphoto.com
Experte Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Wesemann
Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Wesemann

Dieser Artikel wurde fachlich geprüft von:

Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Wesemann (Web-Profil)

Augenoptiker, habilitierter Medizin-Physiker, wissenschaftlicher Berater des Kuratorium Gutes Sehen e.V.

Dr. Wolfgang Wesemann studierte Physik, Mathematik, Chemie und Astronomie an den Universitäten Hamburg und München, promovierte 1983 und habilitierte sich 1994 im Fach Medizinische und Ophthalmische Optik. Von 1989 bis 2016 leitete er die Höhere Fachschule für Augenoptik Köln. Seit 2001 begleitet er das KGS als wissenschaftlicher Berater und unterstützt die fachliche Prüfung und verständliche Aufbereitung von Inhalten.

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Letzte Änderung 29. September 2026 Lesezeit Statistik

Ohne Sehtest kein Führerschein, so will es der Gesetzgeber. Der Sehtest für den Führerschein ist eine kurze, gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Sehschärfe, die jeder Fahranfänger absolvieren muss, bevor er zur praktischen Prüfung antreten darf. Geprüft wird, ob die zentrale Tagessehschärfe ausreicht, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Was genau getestet wird, was die Mindestanforderung mit und ohne Sehkorrektur ist und worauf Sie achten sollten, lesen Sie hier.

300.000
So viele Verkehrsunfälle pro Jahr in Deutschland gehen laut Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte auf eine mangelnde Sehleistung zurück.

Warum ist der Sehtest für den Führerschein gesetzlich vorgeschrieben?

Der Sehtest für den Führerschein dient der Verkehrssicherheit. Rund 85–90 Prozent aller Sinneseindrücke beim Autofahren nehmen wir über die Augen auf: Verkehrsschilder lesen, Geschwindigkeiten einschätzen, Fußgänger in der Dämmerung erkennen. Laut Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte gehen jährlich rund 300.000 Verkehrsunfälle in Deutschland auf eine unzureichende Sehleistung zurück.

Geregelt ist die Pflicht zum Sehtest in § 12 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Dort heißt es sinngemäß: Wer eine Fahrerlaubnis beantragt, muss seine Sehleistung bei einer amtlich anerkannten Sehteststelle nachweisen. Liegt die Sehschärfe unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert, kann der Test mit Brille oder Kontaktlinsen wiederholt werden. Ohne bestandenen Sehtest gibt es keine Zulassung zur praktischen Führerscheinprüfung.

Pass nicht vergessen: Vor jedem Sehtest sind Augenoptiker und Ärzte per Gesetz verpflichtet, die Identität des Prüflings anhand des Personalausweises oder Reisepasses festzustellen. Mogeln ist also schon aus formalen Gründen ausgeschlossen.

Welche Führerscheinklassen brauchen welchen Sehtest?

Für Pkw, Motorrad und landwirtschaftliche Fahrzeuge genügt der einfache Sehtest. Wer beruflich schwere Fahrzeuge oder Personen befördert, muss eine erweiterte augenärztliche Untersuchung nachweisen.

FührerscheinklasseFahrzeugtypErforderlicher Sehtest
AM, A1, A2, AMoped, MotorradEinfacher Sehtest (Augenoptiker oder Arzt)
B, BEPkw bis 3,5 t (mit Anhänger)Einfacher Sehtest (Augenoptiker oder Arzt)
L, TLand-/forstwirtschaftl. FahrzeugeEinfacher Sehtest (Augenoptiker oder Arzt)
C1, C, C1E, CELkw über 3,5 tErweiterte augenärztliche Untersuchung
D1, D, D1E, DEBus, PersonenbeförderungErweiterte augenärztliche Untersuchung

Für den klassischen Pkw-Führerschein (Klasse B) reicht also der einfache Sehtest, den jeder Augenoptiker in wenigen Minuten durchführen kann. Wer hingegen Lkw oder Bus fahren möchte, muss zum Augenarzt. Dort werden zusätzlich Gesichtsfeld, Farbensehen, Dämmerungssehen und räumliches Sehen geprüft.

Wo kann man den Führerschein-Sehtest machen?

Der Sehtest muss bei einer amtlich anerkannten Sehteststelle durchgeführt werden. In den allermeisten Fällen ist das der Augenoptiker vor Ort. Alternativ kommen Augenärzte und Amtsärzte infrage.

Die schnellste Variante: der Augenoptikerbetrieb

In der Praxis machen die meisten Fahrschülerinnen und Fahrschüler ihren Sehtest beim Augenoptikerfachgeschäft. Die Gründe liegen auf der Hand: keine langen Wartezeiten, in vielen Fällen kein Termin nötig, und die Bescheinigung gibt es sofort. Hinzu kommt ein praktischer Vorteil: Stellt der Sehtest eine Sehschwäche fest, kann das Fachpersonal meist gleich vor Ort die passende Brille oder Kontaktlinsen anpassen.

Online-Sehtest: Warum er für den Führerschein nicht ausreicht

Online-Sehtests sind für einen ersten Eindruck der eigenen Sehleistung zwar praktisch. Für den Führerschein werden sie allerdings nicht anerkannt. Der Grund: Lichtverhältnisse, Bildschirmgröße und Abstand lassen sich online nicht standardisieren. Die Messung ist auch nur eine erste Einschätzung und ersetzt keine fachgemäße Messung der Sehleistung. Deshalb kann nur eine zugelassene Sehteststelle eine amtliche Bescheinigung ausstellen.

Wer sich trotzdem schon vor dem Termin beim Augenoptiker eine erste Einschätzung holen möchte, kann die kostenlosen Online-Seh-Checks auf seh-check.de als unverbindliche Orientierung nutzen, zum Beispiel den Fern-Seh-Check (Kurzsichtigkeit), den Farb-Seh-Check (auch relevant für den erweiterten Sehtest der Klassen C/D) oder direkt den Online-Sehtest Führerschein.

Wie läuft der Sehtest für den Führerschein ab?

Der einfache Führerschein-Sehtest prüft die zentrale Tagessehschärfe (den sogenannten Visus) für jedes Auge einzeln. Das dauert, inklusive Identitätsprüfung und Bescheinigung, meist nicht länger als zehn bis fünfzehn Minuten.

Monokulare Prüfung beim Führerschein-Sehtest | Bildquelle: © Inside Creative House / istockphoto.com

Was Sie zum Sehtest mitbringen müssen

  • Personalausweis oder Reisepass (Ohne Ausweis keine gültige Bescheinigung)
  • Bei Reisepass: Hier ist zusätzlich eine Meldebescheinigung nötig
  • Ihre Brille oder Kontaktlinsen, falls bereits eine Sehhilfe getragen wird
  • Optional: Brillenpass oder Kontaktlinsenpass

Schritt für Schritt: Der Ablauf im Überblick

  1. Identitätsprüfung: Der Augenoptiker gleicht Ihre Daten mit dem Ausweisdokument ab.
  2. Monokulare Prüfung: Beide Augen werden nacheinander einzeln getestet. Während eines geprüft wird, ist das andere abgedeckt.
  3. Landolt-Sehtest: Sie blicken auf eine Tafel mit sogenannten Landoltringen. Das sind Kreise mit einer kleinen Öffnung an einer Seite (wechselnd oben, unten, rechts, links). Die Ringe werden immer kleiner. Ihre Aufgabe wird sein, die Position der Öffnung zu erkennen.
  4. Auswertung und Bescheinigung: Erreicht die Sehleistung den Mindestwert, wird sofort die amtliche Sehtestbescheinigung für die Fahrschule ausgestellt.
Landolt-Sehtest mit Kreisen (Landolt-Ringe) | Bildquelle: Kuratorium Gutes Sehen e.V. Landoltringe in verschiedenen Größen, wie sie beim Führerschein-Sehtest verwendet werden

Welche Sehleistung brauche ich für den Führerschein?

Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestwert beträgt einen Visus von 0,7. Das entspricht etwa 70 Prozent der normalen Sehschärfe. Dieser Wert muss auf jedem Auge einzeln erreicht werden (sogenannte monokulare Prüfung gemäß Anlage 6 Nr. 1.1 FeV). Es genügt also nicht, wenn ein leistungsstarkes Auge die Schwäche des anderen ausgleichen kann.

Die gute Nachricht: Es ist nicht relevant, ob der Visus von 0,7 mit oder ohne Sehhilfe erreicht wird. Das heißt, auch wer mit Brille oder Kontaktlinsen den Wert erreicht, hat den Sehtest bestanden. Die Sehhilfe wird dann lediglich als Auflage im Führerschein eingetragen (Schlüsselzahl 01) und muss beim Fahren stets getragen werden.

39 Mio.
So viele Menschen in Deutschland tragen eine Brille, dass sind 64 Prozent der Bevölkerung (ab 16 Jahren).

Was kostet der Sehtest für den Führerschein?

Die Kosten für den Führerschein-Sehtest sind seit 2018 nicht mehr einheitlich geregelt. Zuvor galt eine bundesweite Gebühr von 6,43 Euro. Seitdem dürfen amtlich anerkannte Sehteststellen ihre Preise frei festlegen.

In der Praxis sieht es so aus:

  • Augenoptiker: häufig kostenfrei, ggf. zwischen 5 und 10 Euro
  • Augenarzt (einfacher Sehtest): als Privatleistung ab ca. 25 Euro aufwärts
  • Erweiterte augenärztliche Untersuchung (Klasse C/D): etwa 40 bis über 100 Euro, abhängig vom Umfang

Unser Tipp: Beim Augenoptiker vor Ort nachfragen. Viele Betriebe bieten den Führerschein-Sehtest als kostenlosen Service an, selbst wenn anschließend keine Brille gekauft wird.

Wie lange ist die Sehtest-Bescheinigung gültig?

Die Bescheinigung über den bestandenen Führerschein-Sehtest ist zwei Jahre lang gültig. Innerhalb dieser Frist muss die praktische Führerscheinprüfung abgelegt werden. Wird die Frist überschritten, ist ein neuer Sehtest erforderlich.

Wer die Fahrerlaubnis der Klassen A, B, L oder T einmal besitzt, muss anschließend keinen weiteren Sehtest mehr nachweisen. Die Fahrerlaubnis gilt ein Leben lang. Anders verhält es sich bei Berufskraftfahrern: Lkw- und Busfahrer müssen das erweiterte augenärztliche Gutachten alle fünf Jahre erneuern.

Was passiert, wenn ich den Sehtest nicht bestehe?

Ein nicht bestandener Sehtest bedeutet nicht das Aus für den Führerschein. Es bedeutet zumeist nur: Es wird eine Sehkorrektion benötigt.

Wiederholung mit Sehhilfe

Direkt im Anschluss an den nicht bestandenen Sehtest ohne Sehhilfe darf der Test mit Brille oder Kontaktlinsen wiederholt werden. Beim Augenoptiker wird in diesem Fall meist gleich die Sehstärke bestimmt und das Sehvermögen mit einer Testbrille überprüft. Wird der Visus von 0,7 dann erreicht, ist der Sehtest bestanden.

Augenärztliches Gutachten bei dauerhaftem Nichtbestehen

Wird der Mindestwert auch mit der bestmöglichen Sehhilfe nicht erreicht, muss ein Augenarzt ein Gutachten über die Fahreignung erstellen. Das betrifft zum Beispiel Personen mit stark eingeschränktem Gesichtsfeld oder fortgeschrittenen Augenerkrankungen. In vielen Fällen erteilt der Arzt die Fahreignung mit Auflagen, etwa dem Einbau zusätzlicher Außenspiegel.

Eintrag der Sehhilfe im Führerschein

Wer den Sehtest nur mit Brille oder Kontaktlinsen besteht, bekommt in den Führerschein die sogenannte Schlüsselzahl 01 eingetragen. Diese Kennzeichnung verpflichtet zum Tragen von Brille oder Kontaktlinsen beim Fahren. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 25 Euro. Bei einem Unfall oder der Gefährdung anderer können außerdem strafrechtliche Konsequenzen drohen. Die Polizei kann sogar die Weiterfahrt untersagen. Zudem greifen die relevanten Versicherungen meist nicht.

Erweiterter Sehtest für LKW-, Bus- und Taxi-Führerschein

Wer beruflich Personen oder schwere Lasten transportiert, trägt eine besondere Verantwortung. Entsprechend strenger sind die Anforderungen an die Augen. Für die Führerscheinklassen C1, C, C1E, CE, D1, D, D1E und DE sowie für die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (Taxi, Mietwagen, Krankentransport) ist ein augenärztliches Gutachten Pflicht.

Geprüft werden dabei:

  • Sehschärfe in der Ferne, ggf. auch Nähe
  • Farbensehen (Erkennen von Verkehrssignalen)
  • Gesichtsfeld (peripheres Sehen, wichtig für den toten Winkel)
  • Räumliches Sehen / Stereosehen (Entfernungseinschätzung)
  • Dämmerungssehen (Sehen bei wenig Licht)
  • Blendempfindlichkeit (Erholung nach Gegenverkehrsblendung)
  • Augenbeweglichkeit

Diese erweiterte Untersuchung ist lebenslang alle fünf Jahre zu wiederholen. Inhaber des alten Führerscheins der Klasse 2 müssen diesen spätestens nach Abschluss des 50. Lebensjahres in die Klasse CE umtauschen und dabei den erweiterten Sehtest nachweisen.

Strengere Sehanforderungen für Berufskraftfahrer | Bildquelle: © Nikola Stojadinovic / istockphoto.com

So bereiten Sie sich optimal auf den Sehtest vor

Auch wenn der Test in zehn Minuten erledigt ist, ein paar einfache Vorbereitungen helfen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Das kennt sicher jeder: Im Laufe des Tages schwankt die Sehleistung. Morgens sieht man noch scharf, abends sind die Augen trocken und das Sehen wird anstrengender.

  • Ausgeruht und fit zum Termin gehen, nicht direkt nach einem langen Bildschirmtag.
  • Genügend Zeit einplanen, damit beim Test kein Stress entsteht.
  • Brille oder Kontaktlinsen mitnehmen, falls vorhanden.
  • Bei vermuteter Sehschwäche lieber vorher beim Augenoptiker einen ausführlichen Sehtest für Erwachsene machen lassen.
  • Bei Augenerkrankungen oder Medikamenteneinnahme, die das Sehen beeinflussen, die Sehteststelle vorab darüber informieren.
  • Nach Krankheiten mindestens eine Woche mit dem Sehtest warten.

Angst vor dem Führerschein-Sehtest?

Die Sorge, beim Sehtest durchzufallen, ist weit verbreitet, in den allermeisten Fällen aber unbegründet. Viele Fahrschülerinnen und Fahrschüler sind nervöser, als sie zugeben würden. Die Angst: Versagen, eine Brille tragen müssen, das Gesicht verlieren. Tatsächlich gibt es dafür keinen Grund.

Nein, nicht durch Mogeln. Das funktioniert nicht und wäre auch gefährlich. Schließlich riskieren Prüflinge ohne ausreichendes Sehvermögen später im Straßenverkehr Sicherheit, im schlimmsten Fall das eigene Leben und das der anderen.

Aber wer beim Augenoptiker einmal entspannt durchatmet und sich Zeit nimmt, ist ruhiger und schneidet meist besser ab. Sollte am Ende doch eine Brille nötig sein: Moderne Fassungen sind längst ein Stilstatement und alles andere als eine Verlegenheitslösung.

Mehr zum Thema lesen Sie, ausführlich beleuchtet, auf unserem Schwesterportal seh-check.de: „Angst vor dem Führerschein-Sehtest? Warum sie unbegründet ist".

Sehtest nach dem Führerschein: Warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind

Wer die Fahrerlaubnis der Klassen A, B, L oder T einmal hat, ist in Deutschland derzeit nicht verpflichtet, den Sehtest jemals zu wiederholen. Auch die im Januar 2026 beschlossene EU-Führerscheinreform hat verpflichtende Sehtests für Seniorinnen und Senioren ausdrücklich nicht eingeführt. Die Entscheidung darüber bleibt bei den einzelnen Mitgliedsstaaten.

Damit liegt die Verantwortung umso mehr bei den Fahrerinnen und Fahrern selbst und sollte ernst genommen werden. Denn das Sehen verschlechtert sich oft schleichend und unbemerkt. Augenärzte, Verkehrssicherheitsexperten und auch das Kuratorium Gutes Sehen empfehlen deshalb:

  • Alle zwei Jahre einen freiwilligen Sehtest beim Augenoptiker: schnell, oft kostenlos und schmerzfrei.
  • Ab dem 40. Lebensjahr an die beginnende Alterssichtigkeit denken. Die Augenlinse verliert an Elastizität, das Sehen in der Nähe wird langsam und schleichend unscharf.
  • Ab dem 60. Lebensjahr zusätzlich eine jährliche Augenvorsorge beim Augenarzt planen, da das Risiko für Grauen Star, Grünen Star und Makuladegeneration deutlich steigt.
  • Bei spürbarer Sehverschlechterung, etwa bei Nachtfahrten oder erhöhter Blendempfindlichkeit, sofort zum Sehtest. Das ist unabhängig vom Alter.

Interessant: Laut Umfragen befürworten über 70 Prozent der deutschen Kraftfahrer einen verpflichtenden, altersunabhängigen Wiederholungssehtest. Auch der Verkehrsgerichtstag fordert eine solche Regelung seit Jahren. Bis es so weit ist, gilt: Eigenverantwortung schützt das eigene Leben und das der anderen.

18 %
Bei rund 18 Prozent der in eine Studie einbezogenen PKW-Unfallfahrer in Hamburg lag eine erhebliche Beeinträchtigung des Sehens vor – unabhängig von anderen Defiziten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Führerschein-Sehtest?

Der einfache Sehtest für die Klassen A, B, L und T dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten, inklusive Identitätsprüfung und Ausstellung der Bescheinigung. Beim Augenoptiker ist meist keine lange Wartezeit notwendig.

Welche Sehstärke brauche ich für den Führerschein?

Sie muss mindestens einen Visus von 0,7 (70 %) auf jedem Auge einzeln (mit oder ohne Sehhilfe) haben. Ist eine Brille oder Kontaktlinse nötig, muss die Sehhilfe als Auflage im Führerschein eingetragen werden (Schlüsselzahl 01).

Wer darf den Führerschein-Sehtest durchführen?

Alle amtlich anerkannten Sehteststellen: in den meisten Fällen Augenoptikerbetriebe. Außerdem Augenärzte, Amtsärzte und entsprechend zugelassene Betriebsärzte. Für den Pkw-Sehtest ist der Augenoptiker die unkomplizierteste Anlaufstelle.

Ist der Führerschein-Sehtest kostenlos?

Seit 2018 sind die Preise frei. Viele Augenoptiker bieten den Sehtest kostenlos an, andere verlangen eine Pauschale von etwa 5 bis 7 Euro. Beim Augenarzt fallen in der Regel höhere Kosten an, da die Leistungen privat abgerechnet werden.

Was passiert, wenn ich den Sehtest nicht bestehe?

Sie können den Test direkt mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen wiederholen, die vorher gemessene Sehdefizite ausgleichen. Wird auch dieser Test nicht bestanden, erstellt ein Augenarzt ein Gutachten über Ihre Fahreignung. Eine benötigte Sehhilfe wird im Führerschein vermerkt.

Wie lange ist die Sehtest-Bescheinigung gültig?

Die Bescheinigung ist zwei Jahre gültig. Innerhalb dieser Frist muss die praktische Führerscheinprüfung abgelegt werden. Andernfalls ist ein neuer Sehtest erforderlich.

Muss ich den Sehtest nach dem Erhalt des Führerscheins wiederholen?

Für die Klassen A, B, L und T ist das nicht verpflichtend. Empfohlen wird aber, alle zwei Jahre einen freiwilligen Sehtest beim Augenoptiker durchführen zu lassen. Für Lkw- und Busfahrer (Klassen C und D) ist die Wiederholung alle fünf Jahre Pflicht.

Reicht ein Online-Sehtest für den Führerschein?

Nein, leider nicht. Online-Sehtests geben einen ersten Hinweis auf die Sehleistung, sind aber keine amtlich anerkannte Prüfung. Die Bescheinigung für die Fahrschule kann nur eine zugelassene Sehteststelle ausstellen.

Kann beim Führerschein-Sehtest geschummelt werden?

Das ist schwer bis nicht möglich. Der Test wird monokular durchgeführt. Das bedeutet, dass ein Auge abgedeckt wird – und zwar so, dass es wirklich nichts sehen kann. Das andere Auge muss Landoltringe mit Öffnungen in zufälliger Reihenfolge und in unterschiedlicher Größe definieren. Und ehrlich: wer schummelt, gefährdet später sich selbst und andere.

Brauche ich für den Mofa-Führerschein einen Sehtest

Für Mofas (ehemals Klasse M) ist kein Sehtest vorgeschrieben. Aus Eigenverantwortung wird dennoch eine Sehprüfung beim Augenoptiker empfohlen. Auch bei Tempo 25 ist gutes Sehen die beste Lebensversicherung.

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