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Adaptation

Das Auge ist ein Wunder der Natur. Die Funktionsweise erinnert an einen Fotoapparat. Die von einem Gegenstand ausgehenden Lichtstrahlen treffen auf die äußere Hornhaut (Cornea), die zusammen mit der dahinter liegenden Linse und dem gallertartigen Glaskörper den lichtbrechenden Teil des Augapfels bildet. Die farbige Regenbogenhaut, auch Iris genannt, fungiert als Blende. Dann kommt ihre Öffnung, die Pupille, zum Einsatz. Sie passt sich durch Muskelkontraktion dem Lichteinfall automatisch an: Bei hellem Lichteinfall, etwa an einem wolkenlosen, heißen Sommertag verengt sich die Pupille, in einer dunklen Umgebung weitet sie sich, damit möglichst viel von dem wenigen Licht ins Auge einfallen kann. 

Diese grandiose Fähigkeit des menschlichen Auges, sich den verschiedensten Lichtverhältnissen geschmeidig anzupassen, nennt man Adaptation. Bei der Gewöhnung an die Dunkelheit (Dunkeladaptation) ändert sich außer dem gerade beschriebenen Pupillenreflex auch die Empfindlichkeit der Netzhaut 

Dabei passen die Sehzellen des Auges, also die Stäbchen und Zapfen, ihre Helligkeits-Empfindlichkeit so an, dass man auch bei weniger Licht gut sehen kann. Bei hellem Licht sieht man nur mit den Zapfen. Bei der nächtlichen Autofahrt sind sowohl die Stäbchen als auch die Zapfen aktiv. Im dunklen Wald sieht man nur mit den sehr empfindlichen Stäbchen. 

Die Gewöhnung an die Dunkelheit braucht Zeit. Erst nach ca. 20 Minuten ist der Vorgang weitgehend abgeschlossen. Autofahrer, die bei Tage in einen dunklen Tunnel hineinfahren, sollten deshalb unbedingt die Scheinwerfer einschalten, damit sie von den entgegenkommenden Autofahrern besser gesehen werden.

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