Kind und Sehen

Sonnenschutz fürs Kinderauge

Sonnenschutz fürs Kinderauge
Mädchen mit Sonnenbrille | Foto: Marion Ramm GmbH

Ob Strand oder Spielplatz: Für kleine Sonnenanbeter und tobende Racker gehört eine passende Sonnenbrille zur Frühlingsausstattung wie Buddeleimer und Schirmmütze. Beim Sonnenbrillenkauf für den Nachwuchs gilt es für Eltern, einige Dinge zu beachten. Für Fassung und Gläser gelten zunächst dieselben Kriterien, wie für eine “normale“ Kinderbrille: Sie muss kratzfest und bruchsicher sein und darf keine scharfen Metallteile enthalten. Wichtig ist zudem, dass die Brille perfekt passt und nicht beim ersten Purzelbaum auf dem Boden landet. Gläser und Fassung müssen das Auge vollständig vor UV-Licht schützen. Die Brille sollte die Augen daher ausreichend bedecken – auch an den Seiten.

Wenn die Sonne blendet, lässt sich die Welt nur mühsam erkunden. Im Dunkeln wollen die kleinen Detektive aber auch nicht tappen. Hier kommt es auf die richtige Blendschutzkategorie an. Die sollte auf der Innenseite des Brillenbügels vermerkt sein. Kategorie 0 absorbiert so gut wie kein Licht, Kategorie 4 dagegen fast alles. Kinder, die in unseren Breitengraden auf Entdeckungstour gehen, sind mit Kategorie 2 optimal vor Blendung geschützt.

Damit die Kleinen ihre Sonnenbrille auch tragen, sollten Eltern sie beim Kauf mit entscheiden lassen. Denn eine “coole” Sonnenbrille wird garantiert nicht in der Ecke landen.

Was Sie zum UV-Schutz für Kinder wissen sollten 

1. Warum müssen Kinderaugen besonders vor den UV-Strahlen der Sonne geschützt werden?

Kinder haben größere Pupillen und hellere Augenlinsen als Erwachsene. Dadurch gelangen mehr UV-Strahlen ins Augeninnere und können dort die Netzhaut bleibend schädigen.

2. Müssen Kinder schon bei den ersten Frühlingsstrahlen eine Sonnenbrille tragen?

Ja, unbedingt. Die UV-Strahlung der Sonne ist im April zwar nicht ganz so stark wie im Hochsommer, allerdings steht die Sonne im Frühjahr niedriger und strahlt stärker ins Gesicht.

3. Brauchen auch Babys eine Sonnenbrille?

Babys kommen normalerweise ohne Sonnenbrille aus, da ihre Eltern sie ohnehin nicht der direkten Sonne aussetzen sollten. Sie sind durch eine leichte Mütze mit Schirm oder das Dach des Kinderwagens ausreichend geschützt. Kleinkinder, die zum Beispiel am Strand spielen, sollten dagegen mit Sonnenbrille und Mütze ausgestattet werden.

4. Gibt es auch Sonnenbrillen für fehlsichtige Kinder?

Ja, Kindersonnenbrillen können mit Gläsern in der Sehstärke des Kindes ausgestattet werden. Die Anpassung erfolgt beim Augenoptiker.

5. Wie dunkel sollten die Gläser einer Kindersonnenbrille getönt sein?

Für unsere Gefilde sind mäßig dunkle Gläser der Kategorie 2 ausreichend. Geht es in den Urlaub in die Berge oder an den Strand, sollten Eltern dunklere Gläser der Blendschutzkategorie 3 wählen. Ist keine entsprechende Angabe auf der Brillenbügelinnenseite vorhanden, kann der Augenoptiker weiterhelfen. Achtung: Der Grad der Tönung sagt nichts über den UV-Schutz aus!

6. Woran erkennen Eltern eine gute Sonnenbrille für ihr Kind?

Die Anforderungen an Kindersonnenbrillen sind hoch. Neben dem Schutz vor UV-Strahlen müssen sie bruchsicher sein und dürfen keine scharfkantigen Elemente enthalten. Das CE-Kennzeichen auf dem Bügel dokumentiert die Einhaltung der EU-Sicherheitsstandards. Die Qualität der Gläser, der Fassung und der Scharniere sowie den richtigen Sitz zu prüfen, ist für Eltern jedoch nicht ohne Weiteres möglich. Daher ist Vorsicht beim Kauf in Discountern oder am Strand geboten. Sicherheit bietet der Kinderbrillenkauf im Fachgeschäft.

7. Brauchen Kinder, die Kontaktlinsen tragen, auch eine Sonnenbrille?

Ja. Auch wenn einige Kontaktlinsen über einen integrierten UV-Filter verfügen, reicht dieser nicht, um Kinderaugen ausreichend zu schützen, da Kontaktlinsen nie das ganze Auge bedecken. Eine Sonnenbrille ohne Stärke kann problemlos über den Kontaktlinsen getragen werden.

Sonnenschutz fürs Kinderauge
Kinder mit Sonnenbrillen | Foto: Kuratorium Gutes Sehen e.V.
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