Kontaktlinsen

Welche Kontaktlinse passt zu mir?

Die perfekte Kontaktlinse für alle gibt es nicht

Jedes Auge ist so individuell wie ein Fingerabdruck und verträgt die verschiedenen Kontaktlinsenarten unterschiedlich gut. Der eine kommt mit weichen Monatslinsen bestens zurecht, die andere verträgt nur harte Jahreslinsen und für wieder wen anders sind Tageslinsen aus Silikonhydrogel die beste Lösung für gutes Sehen. Seine Werte zu kennen, reicht bei weitem nicht aus, um die passende Linse zu finden. Vereinfacht gesprochen, könnte man es mit Schuhen vergleichen: Man kennt zwar die eigene Schuhgröße – dennoch passiert es, dass ein Schuh nicht passt, weil er kleiner oder größer ausfällt.

Nur was angepasst wird, passt richtig

Ähnlich verhält es sich auch mit Kontaktlinsen. Die verschiedenen Marken haben zwar dieselben Werte, können aber ganz unterschiedlich auf den Augen sitzen. Während man beim Schuhe kaufen jedoch selber merkt, wenn es drückt, kann das bei den Linsen nur ein Fachmann, also ein Augenarzt oder Augenoptiker, beurteilen. Denn falsch sitzende Linsen "drücken" nicht automatisch, fühlen sich manchmal sogar extrem angenehm an, sollten aber trotzdem auf keinen Fall getragen werden. Daher ist es wichtig, dass Kontaktlinsen an die Augen angepasst werden – und zwar von einem, der sich damit auskennt.

Am Anfang steht die Kontaktlinsenanpassung

Bei der Anpassung werden die Augen ganz genau untersucht. Der Augenoptiker testet die Sehkraft, schaut sich Bindehaut, Hornhaut, Augenlinse, Lider und Tränenapparat an, überprüft Menge und Fließverhalten der Tränen und erstellt eine Art digitale Landkarte der Hornhaut, auf der Erhebungen und Vertiefungen der Oberfläche sichtbar sind. Anhand der Daten und der individuellen Tragewünsche wählt der Augenoptiker die passenden Kontaktlinsen aus, Probetragen und Nachkontrolle sind inklusive.

  Formstabile Linsen Weiche Linsen Silikonhydrogellinsen
Welche Sehfehler werden korrigiert?
  • alle
  • so ziemlich alle
  • schwere Hornhautverkrümmungen können nicht immer korrigiert werden
  • so ziemlich alle
  • schwere Hornhautverkrümmungen können nicht immer korrigiert werden
Eingewöhnungszeit
  • bis zu mehrere Wochen
  • wenige Tage oder keine
  • wenige Tage oder keine
Tragen im Wechsel mit Brille
  • schwierig, da nach längeren Pausen die Eingewöhnungszeit neu beginnt
  • kein Problem
  • kein Problem
Pflege
  • notwendig, aber nicht allzu aufwendig
  • etwas aufwendiger als bei formstabilen
  • keine Pflege bei Tageslinsen
  • etwas aufwendiger als bei formstabilen
  • keine Pflege bei Tageslinsen
Einfluss auf Augengesundheit
  • so gut wie keiner, da sehr gute Sauerstoffversorgung und Unterspülung der Kontaktlinsen mit Tränen
  • bei schlechter Pflege, falschem Material oder zu langem Tragen sind Mangelerscheinungen und allergische Reaktionen möglich
  • viel besser als weiche
  • Voraussetzung auch hier: richtige Pflege
Wie lange nutzbar
  • etwa 1,5 Jahre, bei guter Pflege bis zu 2 Jahre
  • je nach angegebener Nutzungsdauer (1 Tag, 2 Wochen, einen Monat usw.)
  • je nach angegebener Nutzungsdauer (1 Tag, 2 Wochen, einen Monat usw.)
Verlustrisiko
  • etwas höher, da kleinerer Durchmesser
  • fallen so gut wie nie aus dem Auge
  • fallen so gut wie nie aus dem Auge
Kosten
  • auf Dauer günstiger
  • in der Anschaffung günstiger, aber auf Dauer teurer als formstabile
  • in der Anschaffung etwas teurer als weiche Linsen
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