Pressemitteilung

Nicht nur Zeitumstellung macht müde – auch Displays können den Biorhythmus stören

Mann vor Bildschirm Biorhythmus Bildschirmarbeitsplatzbrille
Quelle: Unsplash.com / © Muhammad Raufan Yusup

Seit letztem Sonntag gilt wieder die Winterzeit. Zum gefürchteten Herbstblues  gesellt sich bei vielen Menschen auch noch Abgeschlagenheit. Ursache ist nicht immer nur die Zeitumstellung. Auch Blaulicht, ausgehend von Displays und Bildschirmen, kann den Schlaf stören. Dagegen helfen Bewegung an frischer Luft, die Reduzierung der Nutzungszeiten digitaler Geräte und spezielle Brillengläser.

Am letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. In Folge klagen viele Menschen über Abgeschlagenheit und Übermüdung. Als ein bekannter Auslöser hierfür gilt, besonders in der dunklen Jahreszeit, ein erhöhter Blutwert des Schlafhormons Melatonin.

Doch auch das Gegenteil bringt den Schlaf aus dem Rhythmus: Wird die Ausschüttung dieses Hormons gehemmt, fühlt sich der Mensch abends munter. Diese Reaktion wird durch blaues Licht, wie es von Bildschirmen, Tablets und Smartphones ausgeht, verursacht. Wer spätabends lange vor dem PC sitzt, kann deshalb schlechter einschlafen. Nach einer unruhigen und kurzen Nacht fühlt er sich am nächsten Tag erschöpft und müde.

Blaues Bildschirmlicht stört den Biorhythmus

Laut Statistischem Bundesamt nutzen 83 Prozent der Deutschen privat einen Computer oder das Internet und sind so einer erhöhten Dosis blauen Lichts ausgesetzt. Es steht im Verdacht die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin zu unterdrücken. Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass rund 31 Millionen Menschen in Deutschland das Internet mobil nutzen. Wer viel Zeit mit Handhelds wie Smartphones und Tablets verbringt, verstärkt den Effekt durch die unmittelbare Nähe zur Lichtquelle.

Dennoch ist blaues Licht nicht nur schlecht. Bei einer Wellenlänge zwischen 455 bis 500 Nanometern hat blaues Licht viele gute Eigenschaften. Es synchronisiert die biologische Uhr und steuert die Pupillenreaktion. Als schlechtes Licht wird hingegen das blau-violette Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 und 450 Nanometern bezeichnet. 

Zeitbeschränkung und Bildschirmgläser helfen

Wie so oft macht auch hier die Dosis das Gift: Wer viel vor dem Monitor sitzt, kann sich zu speziellen Brillengläsern beraten lassen. Es gibt Brillengläser mit einem eingebauten Interferenzfilter, der einen Teil des blauen Lichts eliminiert. Für Computerbenutzer ab zirka 40 Jahren gibt es außerdem spezielle Bildschirmbrillen, die an die Monitor- und Leseabstände angepasst sind. Sie ermöglichen eine optimal angepasste Kopf- und Körperhaltung und schützen vor sehbedingten Verspannungen und Rückenschmerzen.

Gegen Müdigkeit und zu viel Bildschirmblaulicht helfen außerdem Bewegung an der frischen Luft sowie ein bewusster Umgang mit Computern und mobilen Geräten. Deshalb sollten Eltern ihre Kinder vor einem Zuviel schützen und den Nachwuchs zum Spielen ins Freie schicken. Auch bei Erwachsenen entlasten schon ein kurzer Spaziergang und regelmäßige Pausen die Augen. 

5 Tipps gegen Müdigkeit und Blaulichtstress

  1. Keine Bildschirmzeiten vor dem Schlafengehen: Blaulicht macht wach. Statt abends stundenlang auf Bildschirm oder Display zu starren, ist es besser, zum guten alten Buch zu greifen und den Körper mit gedämpftem Licht auf Schlaf einzustimmen.
  2. Spezielle Brillen für Bildschirmzeiten: Wer viel Zeit vor dem Monitor verbringt, kann sich mit speziellen Brillen schützen. Sie verfügen über Gläser, die einen Teil des blauen Lichts herausfiltern.
  3. Sonne tanken: Während der dunklen Wintermonate werden die Speicher für das Glückshormon Serotonin aufgebraucht. Sonnenlicht kurbelt auch bei bewölktem Himmel die Hormonproduktion wieder an.
  4. Regelmäßige Bewegung: Unbeständiges Herbstwetter und Dunkelheit bringen den Kreislauf durcheinander und machen müde. Sport ist gut für den Blutdruck und weckt die Lebensgeister.
  5. Geregelte Bildschirmzeiten für Kinder: Für Kinder unter zwei Jahren sollten Bildschirmmedien tabu sein. Für größere Kinder sind pro Tag nicht mehr als zwei Stunden vor dem Monitor akzeptabel. Feste Nutzungszeiten helfen, den digitalen Konsum frühzeitig zu reduzieren.