Pressemitteilung

Gutes Sehen wird hochgeschätzt aber oft vernachlässigt

Frau beim Sehtest beim Augenoptiker
Sehtest beim Augenoptiker | Quelle: Kuratorium Gutes Sehen e.V.

Anlässlich des „Welttag des Sehens“ am 11. Oktober weist das Kuratorium Gutes Sehen auf die Wichtigkeit regelmäßiger Sehvorsorge hin

Drei Viertel aller Deutschen würden eher auf zehn Lebensjahre verzichten anstatt auf ihr Augenlicht, so das Ergebnis einer Umfrage. Trotzdem tun Jung und Alt wenig dafür, ihren Sehsinn zu erhalten. Dabei verändert nachlassende Sehschärfe Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen. Die Folgen können gravierend sein, sind aber durch regelmäßige Vorsorge zu vermeiden.

Was Hänschen nicht sieht, sieht Hans nimmer mehr

Die ersten Jahre sind für Kinderaugen von entscheidender Bedeutung: „Die Nervenverbindungen für das Sehen entwickeln sich bis zum 7. Lebensjahr. Passiert das nicht, werden sie folglich auch später nicht zustande kommen. Kinder mit unentdeckten Sehschwächen lernen aus diesem Grund nie richtig sehen“, erläutert der PD Dr. Wolfgang Wesemann, ehemaliger Direktor der Höheren Fachschule für Augenoptik (HFAK) in Köln. Deshalb sollten die Kleinen spätestens bis zum dritten Lebensjahr einmal dem Augenarzt vorgestellt werden, bei bekannten Augenproblemen in der Familie bereits zwischen dem sechsten und zwölftem Lebensmonat.

Ab 40 regelmäßig zum Augenarzt

Gerade die gefährlichen Augenkrankheiten der späteren Lebensjahre bleiben lange Zeit beschwerdefrei. Glaukom, diabetische Retinopathie und Altersbedingte Makuladegeneration (ADM) sind in Deutschland mit die häufigsten Gründe für den Bezug von Blindengeld. Je früher diese „Volkskrankheiten“ erkannt werden, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung. Deshalb sollten die Augen ab Vierzig alle zwei Jahre, später in kürzeren Intervallen, augenärztlich untersucht werden.

Senioren droht bei nachlassender Sehkraft Vereinsamung

Schlechtes Sehen im Alter bedeutet Verlust an Lebensqualität. Betroffene verlieren ihre Selbstständigkeit, ihr Aktionsradius schrumpft, sie ziehen sich zurück und landen oft in sozialer Isolation. Eine US-Studie zeigt, dass Senioren mit Sehstörungen erhöhte Depressionssymptome oder sogar Suizidgedanken aufweisen. Das muss nicht sein. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, selbst kleinste Reste an Sehvermögen zu verstärken. Unter bestimmten Voraussetzungen zahlen die Krankenkassen einen Zuschuss zur Sehhilfe. Klarheit bringen hier ein jährlicher Sehtest und die Beratung beim spezialisierten Augenoptiker oder Optometristen.

Pressetexte

Pressetext "Welttag des Sehens 2018" (PDF ohne Quellen 106 KB)
Pressetext "Welttag des Sehens 2018" (PDF mit Quellen 112 KB)

Presse-Themenservice Broschüre "Sehgesundheit"

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Veröffentlicht am 09.10.2018