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Mehrstärkenbrille

Mehrstärkenbrillen sind eine gute Sehhilfe für Fehlsichtige, die für das Sehen in Ferne und Nähe unterschiedliche Korrektionen benötigen. Man unterscheidet zwischen Zweistärken- (Bifokal-), Dreistärken- (Trifokal-) und Gleitsicht- (Multifokal-) Gläsern. Der obere Teil des Glases ist dann in der Regel für die Fernsicht ausgelegt, der untere Teil für das Sehen im Nahbereich. Entsprechend den individuellen Anforderungen sind auch andere Varianten denkbar. Für Menschen, die während ihrer Arbeit vor allem den Bereich wahrnehmen müssen, der über der Augenhöhe liegt, ist es zum Beispiel besser, wenn die Nahkorrektion im oberen Teil des Glases erfolgt. 

Bei Bifokalbrillen werden zwei verschiedene Stärken mit einem Glas korrigiert, bei Trifokalbrillen sind es gleich drei verschiedene Stärken, die korrigiert werden: das nahe Sehen, der mittlere Bereich und die Ferne. Mit diesen Mehrstärkenbrillen kann auch bei komplizierteren Formen von Fehlsichtigkeit ein komplettes Sichtfeld abgedeckt werden. Der Träger kann immer scharf sehen, ohne dass er ständig die Brille wechseln muss. Wie groß die verschiedenen Korrekturbereiche auf dem Glas sind, die dann jeweils anders geschliffen sind und auch andere Dioptrienwerte aufweisen, kann den individuellen Erfordernissen angepasst werden. 

Fehlsichtige, die zum ersten Mal eine Mehrstärkenbrille tragen, erleben häufig ein "Springen“ beim Sehen, wenn sie von einem Sehbereich in den anderen gelangen. Man muss sich an diese Art des Sehens gewöhnen. Ansonsten besteht die Möglichkeit, zu Gleitsichtbrillen zu greifen. Hier verlaufen die Korrekturzonen stufenlos und gehen ohne sichtbare Kante „gleitend“ ineinander über. 

Gleitsichtbrillen sind in der Regel deutlich teurer, weil die Gläser individuell gefertigt und besonders sorgfältig angepasst werden sollten. Erhältlich sind aber auch einfachere Standardversorgungen mit Sonderangeboten, die erheblich günstiger ausfallen. Es wird empfohlen, sich ausführlich beraten zu lassen.

 

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